Peak of Oil Hauptseite
Ölförderung und Produkte
Unsere Ölabhängigkeit
Was können wir tun ?
Aktuelle Literatur
Links

peakoil: Zeitenwende und Energiekrise ?

Die Hintergründe der kommenden finalen Ölkrise. Ein Intro-Portal.

Systemkrise oder Systemchance ?


Inhalt

Ölfeld Deutschland

Portalseiten zu Peak Oil


Was ist Peak of Oil oder Peak Oil ?

Ölpreisentwicklung in US$ seit 1973

Entwicklung Erdölpreise in US$ / Barrel Rohöl seit 1973

Business as usual ??

Peak Oil ist der englischsprachige Ausdruck für das Fördermaximum an Erdöl, die Ölförderspitze.

Peak Oil ist der Zeitpunkt, zu dem weltweit keine Erhöhung der Förderquoten mehr möglich ist.

Danach werden wir mit jährlich sinkenden Erdölmengen auskommen müssen. Die Folgen dieser Entwicklung sind extrem steigende Ölpreise und eine finale Ölkrise. Die wirtschaftlichen Folgen werden dramatisch sein und erst jetzt zunehmend von der Öffentlichkeit realisiert. Unser Lebensstandard steht auf dem Spiel...



Warum sollte Peak Oil für uns wichtig sein ?

Weil die Wirtschaft und die Gesellschaft in der überwiegenden Zahl aller kapitalistischen Länder auf dem Wachstum des Energiekonsums basiert. Letztlich ist ein Wirtschaftssystem, daß nicht im Einklang mit den verfügbaren Ressourcen steht, dauerhaft nicht aufrecht zu erhalten.

Ein Schrumpfen des Energiekonsums nach Peak Oil hat kurzfristig vermutlich erhebliche soziale, wirtschaftliche und politische Folgen. Ein Beispiel liefert die Ölkrise von 1973.

Ist die Situation einer Ölkrise wirklich so dramatisch ? Welche Optionen hat die menschliche Zivilisation ?

Machen Sie sich ein eigenes Bild; alle Infos zu Peak Oil sind im Netz zu finden ! Das Thema explodiert im Internet zur Zeit geradezu.

Auf dieser Intro Seite wird ein kurzer Überblick über die Hintergründe von Peak Oil gegeben. Hier wird die Abhängigkeit von Erdöl und mögliche Alternative Energien betrachtet. Die Idee der "Peak Of Oil" Seite ist es, ein Portal für Peakoil Recherchen im Internet zu bilden und die Unmenge an Informationen zu strukturieren. Open your Mind !

Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Hintergrundwissen Erdöl: Vom Faulschlamm zur Plastikdose

Als Basiswissen hier eine kurze Info zur Entstehungsgeschichte von Erdöl.

Erdöl wird als Energieträger und Rohstoff benötigt. Die Abhängigkeit der Zivilisation von Erdöl in allen wichtigen Bereichen ist erschreckend.

Der Weg vom Rohstoff Erdöl zum Endprodukt ist darüberhinaus sehr kompliziert.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis


Wieviel Reserven haben wir noch ? - Peak Oil USA -

Ölreserven

OK, da ist noch was über ..

Die Förderung einer Ölquelle folgt typischerweise einer Glockenkurve. Diese Erkenntnis wurde zuerst von dem Shell Gelogen Dr. Marion King Hubbert 1956 in den USA durch Abgleich der Produktionsdaten von Ölquellen gewonnen.

Wenn man nun eine sehr große Zahl Ölquellen mit demselben Muster übereinander legt, ergibt sich die Gesamtförderung ebenfalls als Glockenkurve in größerem Maßstab.

Die USA waren in den 50er Jahren das Hauptförderland weltweit und konnten den eigenen Bedarf bis Mitte der 80er Jahre komplett aus inländischen Quellen decken. Aus der Analyse der damals verfügbaren Ölförderdaten kam Hubbert zu der Vorhersage, daß die Spitze der US Öl Förderung ( also Peak Oil USA ) Anfang der 70er Jahre sein muß und danch kontinuierlich abfällt. Folgerichtig wurde Dr. Hubbert nach der Veröffentlichung seiner Prognosse von seinem (Erdölindustrie-) Arbeitgeber gefeuert.

Ölproduktion USA

Datenbasis: IEA Crude Oil Production and Crude Oil Well Productivity

Wie aus der Grafik erkennbar ist, war Peak Oil USA wie von Hubbert vorhergesagt im Jahr 1970. Seitdem fällt die Ölförderung in den USA unwiderruflich ab. Die einsetzende Alaska Förderung konnte diesen Trend nicht aufhalten. Das Gap zwischen Verbrauch und Ölförderung wird durch die USA seitdem durch Importe geschlossen.

Das von Hubbert entwickelte Vorhersagemodell wird auch als Hubbertkurve bezeichnet. Sie stellt das Kernstück der Peak Oil Theorie dar.


Die Bedeutung von Peak Oil USA

Warum ist die Fördersituation der USA und das Prognosemodellt von Hubbert speziell für die USA in der Gesamtbetrachtung so interessant ?

In vielen Ländern sind aktuelle Zahlen aus politischen und wirtschaftlichen Interessen nicht zugänglich oder verfälscht.

Der Verlauf der Exploration und Förderung in den USA ist dagegen komplett dokumentiert und öffentlich bekannt. Es wird davon ausgegangen, daß die Förderquote weltweit einen ähnlichen Verlauf hat. Verwerfungen können sich natürlich durch politische Restriktionen ( z.B. im Irak ) oder durch Nachfrage Schocks ( Ölkrise 1973 ) ergeben.

Es läßt sich jedoch folgende Aussage festhalten:

Wenn man die Produktionsverläufe aller Ölförderländer übereinander legen würde, ergibt sich eine Grafik der Weltölförderung mit ähnlichem Verlauf wie die der USA.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Wie groß sind die Weltreserven ? Peak Oil Welt ?

Um eine Aussage zu den Weltreserven zu machen, muß man sich die typischen Förderkurven von Ölquellen angucken. Theoretisch wurde der typische Verlauf der Förderung wie oben beschrieben von Dr. Hubbert in den 50'er Jahren des letzten Jahrhunderts beschrieben. Der reale Verlauf der US Ölförderung hat die Vorhersagen des Peak Oil in den USA von Dr. Hubbert, die sogenannte Hubbertkurve, bestätigt.

Die Gesamtförderung der Welt 1960 bis 2004 zeigt die folgende Grafik:

Weltölförderung

Datenbasis: IEA World Crude Oil Production 1960 - 2004

Im Jahr 2005 wurden bereits über 82 Mio. Barrel gefördert. Hier zeigt sich der Boom in China und Indien. Die Gesamtförderung der Welt seit 1960 beträgt ca. 900 GigaBarrel ( auf englischen Seiten GB abgekürzt), also 900 Mrd. Barrel. Geostrategisch interessant ist, daß der Förderanteil der Non OPEC Länder überproportional gestiegen ist. Peak Oil bei den Non OPEC Ländern als erstes zu verzeichnen sein, die strategische Abhängigkeit der Ölverbraucher von den OPEC Ländern steigt damit enorm.

Auffällig ist der Nachfrageeinbruch Anfang der 80er Jahre durch die Ölkrise 1973 und Ende der 70er Jahre . Die Ursache dieser Ölkrise ist jedoch eher politisch einzustufen und hat damit einen ganz anderen Charakter als die kommende Ölkrise. Der Einbruch zeigt, daß die Nachfrage nach Rohöl preiselastisch ist, also mit steigenden Preisen nimmt offenbar ( erwartungsgemäß ) die Nachfrage ab. Das dürfte auf Energiesparmaßnahmen und Ausweichen auf Alternativen zurückzuführen sein ( sogenannte "Substitution" ).

Aufgeschlüsselt nach Förderländern ergibt sich bis 2004 folgendes Bild:

Datenbasis: IEA World Crude Oil Production 1960 - 2003


Da nur explorierte Reserven überhaupt gefördert werden können, ist die Entwicklung von Neufunden ein aussagekräftiger Indikator für die zukünftige Förderung. Die Funde neuer Ölfelder hat ihren Höhepunkt 1965 überschritten. Ist der Verlauf der US Ölförderung typisch, kann von einem Peak Oil um circa 40 Jahre nach dem Peak der Neufunde ausgegangen werden.

Ölfunde

Datenbasis: ExxonMobil /ASPO

Aus dem Verlauf der Entdeckung von Neufunden heaus gibt es verschiedene Abschätzungen für die maximal förderbaren Reserven. Diese variieren sehr strark mit den jeweiligen Analysten. Während die offiziellen Stellen und die Erdölindustrie eher optimistisch sind, liegt der Konsens der unabhängigen Wissenschaftler im Bereich 2100 Millarden Barrel. Daraus ist ein Peak Oil ab ca. 2010 abzuleiten.

Organisation Summe jemals förderbares Öl & Flüssiggas (NLG) Nachgewiesene Reserven
US Geol.Service ( 2000), IEA 2659 Millarden Barrel; 2005: > 3000 Mrd. Barrel ca.1000 Mrd. Barrel
Konsens unabh. Wissensch. 2100 Millarden Barrel ca.1000 Mrd. Barrel
IHS 3100 Mrd. Barrel

Peak Oil Welt ?


Das USGS ( US Geologischer Service ) geht wie gesagt optimistisch von weiterhin ausreichend Ölreserven mit einem Peak Oil Szenario um 2030 aus. Andere Organisationen und Wissenschaftler ( z.B. ASPO ) gehen von einer kurzfristig nahenden Ölkrise und einem Peak Oil in den Jahren 2006 - 2010 aus. Wer hat Recht ? Das wird die Zukunft zeigen...

In Abhäbngigkeit der geschätzten ultimativ förderbaren Ölmenge existieren verschiedene Prognosemodelle, die hier kurz dargestellt werden:


Westwood Modell

Douglas Westwood ist eine der bekannten Analysefirmen der Ölbranche. Das Modell geht von einem Peak of Oil um das Jahr 2020 aus. Die Abfallraten nach dem Peak werden sehr steil geschätzt. Die nachfolgende Ölkrise wird also relativ heftig ausfallen.

Gap Prognose

Grafik Douglas -Westwood :The World Oil Supply Report 2004 - 2050 (3rd edition)


IHS Energy Modell

Ein weiteres bekanntes Modell ist von Petroconsultant SA Genf, eine Tochter von IHS Energy, entwickelt worden. Diese Firma verfügt als eine der wenigen über eine sehr große Datenbank, die für derartige Modelle herangezogen werden kann.

IHS geht von einem Peak Oil um 2010 aus, wobei die Abklingraten geringer sind. Mitautoren der Studie sind die Geologen Colin Campbell und Jean Laherrere, die auch die ASPO ( Associarion for Study of Peak Oil ) mitgegründet haben. Die ASPO ist die Stammorganisation der Peak Oil Bewegung.

ASPO Modell

Das ASPO Modell ist sicher das bekannteste und wird auf allen einschlägigen Seiten "herumgereicht". Es geht in dem 2004 Base Case Scenario von einem Peak und einer nachfolgenden Ölkrise um 2006 aus. Eine aktuellere Version "Scenario 2005" sagt einen Gesamtpeak ( incl. NLG, Polaröl, Ölsände und Schweröl ) um 2010 voraus.

2004PeakScenario

Grafik ASPO 2004 Szenario: Oil & Gas Liquids

Generell kann man feststellen, daß die genaue Vorhersage des Peaks extrem schwierig ist. Die Vermutung ist, daß wahrscheinlich erst in der Vergangenheitsbetrachtung klar wird, wann der Peak genau war. Von ASPO wurden in der Vergangenheit die Prognosen vielfach verschoben, d.h. die Gesamtmenge förderbaren Erdöls angepaßt. So wurde ein Peak Oil durchaus auch schon für das Jahr 2000 erwartet. ( vgl. hierzu in der Linkliste 'Trendlines.ca')

Die Vorhersagen für den Beginn der Ölkrise variieren in Abhängigkeit verschiedener Parameter:

  • Abschätzung URR ( Ultimate Recoverable Resources ): Summe allen förderbaren Öles weltweit
  • Verbrauchsprognosen ( die von der Wirtschaftsentwicklung in der Ölkrise abhängen )
  • Prognose über zukünftige Exploration ( auch vom Preis abhängig )
  • Substitionsrate von Erdöl durch Alternativen
  • Dynamik der Ölfelder ( die Reserven wachsen zum Teil durch neue Erkenntnisse bei einzelnen Feldern , Fortschritte bei der Fördertechnik )

Aufgrund dieser Komplexität sind die Modelle alle mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Das Peak Oil in überschaubarer Zeit Realität wird, ist allerdings unstrittig.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Konsequenzen einer Ölkrise nach Peak Oil

Eine Verknappung der Ölversorgung wird auf die gesamte heutige Zivilisation einen Einfluß haben. Das Problem liegt in der erheblichen Abhängigkeit von Rohöl als Rohstoff für industrielle Produkte sowie als Energielieferant für Transportzwecke.

Es ist zu befürchten, daß es zu einer permanten Ölkrise kommen wird. Diese Ölkrise wird jedoch im Gegensatz zu der Ölkrise 1973 kein vorübergehendes Phänomen sein, sondern vielmehr ein Dauerzustand sein, bis die allgemeine Abhängigkeit von Öl dauerhaft abgebaut ist.

Hier ein paar Ideen, was uns in Zukunft beschäftigen wird. Folgende Bereiche sollten betroffen sein:

Verkehr / Infrastruktur

Es wird eine erhebliche Verteuerung aller Transporte geben:

  • Flüge, die Kerosinpreise sind der primäre Kostenfaktor der Luftfahrt
  • Gütertransporte per LKW, Schiff, Bahn
  • Personenverkehr

Konsequenzen durch die Ölkrise:

  • Verteuerung aller materiellen Produkte des täglichen Lebens, die transportiert werden ( also alles )
  • Mehrausgaben für den Nahverkehr zur Arbeit und in der Freizeit
  • Umkehr des Globalisierungseffektes, es kommt durch die Ölkrise zu einer Deglobalisierung. Positiver Nebeneffekt: Rückkehr von Arbeitsplätzen in der Produktion aus China / Fernost nach Europa
  • Lokalisierung der Wirtschaftsbeziehungen
  • Reduktion des Tourismus

Landwirtschaft

  • Verteuerung von Pestiziden
  • Verteuerung Düngemitteln
  • Verteuerung der Nutzung von Maschinen in der Landwirtschaft

Konsequenzen durch die Ölkrise:

  • Erhebliche Verteuerung von alltäglichen, derzeit relativ billigen, Grundnahrungsmitteln ( zumindest in den Industrieländern )
  • Rückkehr zur biologischen Landwirtschaft: Gut für die Natur, teuer für den Durchschnittsarbeitnehmer
  • Engpässe während der Transformierung der Intensivnutzung zu ökologischem Anbau
  • Derzeit alltägliche Nahrungsmittel wie Annanas oder Bananen werden wieder „exotisch“ sein

Energieversorgung

Alle primären fossile Energieträger werden teuerer, da ein Anstieg des Preises von Erdöl auch die Preise von Kohle oder Erdgas verteuern wird.

Konsequenzen durch die Ölkrise:

  • Die individuelle ( dezentrale ) Energieversorgung von Einzelhäusern ( Heizungen ) und die Benutzung von z.B: Dieselgeneratoren und ähnlichem wird erheblich teuerer
  • Elektrizität wird in dem Umfang teuer, wie sie aus fossilen Energien gewonnen wird ( in den USA derzeit zu 20% aus Erdöl/Erdgas erzeugt )

Wirtschaft

Die Stahlproduktion ist äußerst energieintensiv.

Das aktuelle Wirtschaftsmodell basiert weiterhin auf Wachstum. Wachstum bedeutet weiterhin tendenziell steigenden Energieverbrauch, wenn auch mit einem abnehmenden Anteil pro erwirtschaftetem Euro des Bruttosozialproduktes.

Konsequenzen durch die Ölkrise:

  • Vertrauensverlust als Folge einer permanenten Ölkrise. Es wird erhebliche Schwankungen des Ölpreises ( Volatilität ) geben. Einhergehend werden die Energiekosten unkalkulierbarer und die Risiken bei der Kreditvergabe steigen.
  • Starke Schwankungen zwischen Boom und Depressionen ( "Anpassungsrezessionen" ), die durch die starken Energiepreisschwankungen verursacht werden. Mit zunehmender Unabhängigkeit vom Öl werden sich die Wirtschaftszyklen wieder normalisieren. .
  • Verringerung des weltweiten Handels verringert die Reichtumsgewinne, die alle Volkswirtschaften in den letzten Jahrzehnten durch die Globalisierung erzielen konnten.
  • Inflation: Geld ist nicht nur ein Äquivalent für die Arbeit Dritter sondern auch ein Energieäquivalent.


    Reichsbanknote aus der Hyperinflationsphase 1922-23

  • Hyperinflation ? Große Depression ? Wahrscheinlich nicht, aber das Systemrisiko steigt sicher...

Finzanzmärkte


Tradingfloor Finanzmarkt

  • Verstärkte Finanzkrisen und Paniken; Instabilität, Vertrauensverluste
  • Pensionsfonds, Altersvorsorge, Lebensversicherungen sind gefährdet.
  • Auswirkung auf die Realwirtschaft über Versicherungen / Banken / Vermögensverluste
  • Eventuell wird das gesamte System der kapitalistischen Mehrwertschaffung durch (energiebasiertes) Wachstum in Frage gestellt werden:
  • Geringere Risikokapitalbereitschaft
  • Reduzierte Kreditwürdigkeit von Schuldnern
  • Entstehung neuer Schlüsselindustrien oder Industriezweige: Solarenergiewirtschaft, Kohleverflüssigung

Politik & Gesellschaft

  • Steigende Haushaltsdefizite durch die Wirtschaftslage
  • Fortschreitend schleichender Zusammenbruch der Sozialsysteme ( Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Gesundheitssystem ) wie er ja bereits jetzt zu beobachten ist
  • Allgemeine Verringerung des Lebensstandards: Ende der klassischen Konsumgesellschaft (?)
  • Zunehmende Instabilität der Gesellschaft

Geopolitik



Besitzer der Weltölreserven Quelle: ConocoPhillips


  • Verschiebung der geopolitischen Strategie zu Energieversorgungsfragen
  • Kampf um Ressourcen wird diplomatisch und (hoffentlich nicht ) militärisch entbrennen
  • Kampf der USA um die zerfallende eigene Hegemonie (Vormachts-) Stellung
  • Die 3. Welt ist wieder der Verlierer: Noch teuere Nahrungsmittel, Transport etc.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Öffentliche Meinungsbildung

In der öffentliche Meinungsbildung wird zunehmend der Begriff "Peak Oil" bekannt. Das Problem der Ölverknappung wird meistens mit der politischen Debatte zu den Bereichen "Iran Atompolitik", "Irak Demokratisierung", Afghanistan oder bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Nigeria in Verbindung gebracht. Das grundlegende Problem ist im Prinzip simpler: Die Ölförderkapazität weltweit kann mit der Nachfrage nicht mehr standhalten, auch wenn ein freies Spiel von Angebot ( aller Ölreserven ) und Nachfrage existiert.

Die Linkliste zu dem Thema Peak Oil und die Flut neuer Bücher zu dem Thema Öl, den Risiken einers Ölkrieges, der Politik und Machtstrategien usw. zeigt die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema. Es gibt es sehr unterschiedliche Modellannahmen und Hypothesen über den Zeitpunkt von Peak Oil Allerdings ist auch allgemeiner Konsens: Peak Oil wird kommen, und zwar in dem Zeitraum zwischen 2006 bis 2020. Der Konsens scheint bei 2010 zu liegen, wenn man Ölsände, Polar Erdöl und Schweröl mit einbezieht. Das Wunder beim Übergang in die Nach Öl Ära wird ausbleiben:

"Ich denke, Sie sollten in Schritt Zwei konkreter werden..."

Was kann man als Otto Normalverbraucher tun ?

Tragen Sie zum öffentlichen Bewußtsein bei und verbreiten Sie die "Message Peak Oil".

==> Bevor Sie einen Solarofen bauen, eine Kiste Survival Handbücher kaufen oder einen Kartoffelacker für die Eigenversorgung anschaffen: Die Konsequenzen von Peak Oil dürften für uns alle in erster Linie finanzieller Natur sein. Der zu erwartende sinkende Lebensstandard wird durch eine permanente ( versteckte ) Inflation oberhalb der Lohnzuwächse "realisiert". Das ist im Grunde eine besonders perfide Art unseres Wirtschaftssystems, die Kapitalbesitzer auf Kosten der arbeitenden Bevölkerungsmehrheit zu belohnen.

Kapitalbesitzer werden an Peak Oil enorm verdienen:
  • Steigende Ölpreise ( = steigende Gewinne von Energieunternehmen )
  • Steigende Rohstoffpreise für Gold, Silber, Industriemetalle, Sojakomplex, Zucker
  • Neue Industriezweige, quasi eine "New Alternative Economy" mit Solar, Ethanol, Wasserstoff, Kohleverflüssigung
  • Stark schwankende Börsenentwicklung, die von der Hedgefond Industrie ausgenutzt wird
Die Idee muß sein, so zu investieren, daß die Effekte der Ölkrise neutralisiert werden. Das kann sinnvoll über den Finanzmarkt stattfinden.
  • Überdenken Sie die Altersvorsorge. Diese sollte inflationsgesichert sein. Ein Sparbuch oder Festgeld mit 2,5 % Zinsen wird den permanenten Abwertungsdruck nicht überstehen. Halten Sie langfristig keine großen Mengen Papiergeld. Der US$ wird auch aufgrund der riesigen Defizite der USA unter Druck kommen. Die US Wirtschaft wird der Hauptleidensträger stark verteuerter Energie sein.
  • Investieren Sie in die neue Energieindustrie oder andere Nutznießer der Peak Oil Entwicklung.
  • Es wird keine sich ständig aufwärts entwickelnden Aktienmärkte wie in den letzten 20 Jahren bis zum Platzen der .com Bubble mehr geben. Ich denke, daß es riskant sein dürfte, langfristige "Buy and Hold Strategien" als Altersvorsorge zu fahren.
  • Versuchen Sie einen Teil Ihres Kapitals durch Rohstoffe oder direkte Partizipation am Ölpreis abzusichern. Hierzu eignen sich Rohstofffonds oder Zertifikate. Der Vorschlag wäre, hier nicht blind zu spekulieren, sondern langlaufende Absicherungspapiere zu erwerben. Achten Sie auf die Bonität der Emittenten.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Nachrichten



Peak Oil Suche

(c) Wüstenhagen 2005-2008

Impressum